Mit dem Fahrrad unterwegs in Potsdam

Havel - Seen - Gärten - Architektur - Kultur


  • Auf der Hinfahrt nach Potsdam haben wir einen Halt eingelegt, um die Heilstätten in Beelitz zu besichtigen:
    "Bei der Führung durch das Alpenhaus erleben Sie imposante Säle (den größten Saal der Heilstätten?) , verborgene Relikte und eine Atmosphäre wie aus einer anderen Zeit. Das ehemalige Bettenhaus für tuberkulosekranke Frauen wurde unter anderem zur Kulisse des ZDF-Mehrteilers „Das Adlon“ und zahlreicher weiterer Filmproduktionen.
    Besonders eindrucksvoll wird hier die Zeit der sowjetischen Besatzung lebendig: Originale Spuren vergangener Jahrzehnte, zurückgelassene Zeitzeugnisse und die langsam zurückkehrende Natur machen den Rundgang zu einer Reise durch Kaiserzeit, Weltkriege, sowjetische Militärgeschichte und Gegenwart."

    Die Lage des Baumwipfelpfades zwischen den historischen Gebäuden ist wirklich beeindruckend!

  • Nach dem Einchecken ging es zunächst zur GARAGE du PONT, einst eine Tankstelle und heute eine Restaurant. Da es nach dem leckeren Abendessen noch recht hell war, sind wir über die Glienicker Brücke auf der 1962, 1985 und 1986 Agentenaustausche erfolgten.

  • Heute folgen wir einer Empfehlung der Tourist-Info Potsdam und eradeln uns besondere Parks und Gärten der Stadt:
    Nirgendwo zeigt sich das barocke Erbe Preußens glanzvoller und romantischer als im Park von Sanssouci. Seit 1744 besteht der dortige Terrassengarten. Unter den Nachfolgern Friedrichs des Großen wurde der nun aus der Mode gekommene Barockgarten im Stil eines Landschaftsparks umgestaltet und von Friedrich Wilhelm IV. um Anlagen, wie das Schloss Charlottenhof, die Orangerie und die Römischen Bäder erweitert.
    Ein Garten ganz anderer Art befindet sich im Potsdamer Stadtteil Bornim. Hier befindet sich der Karl-Foerster-Schaugarten. Dort lebte und arbeitete der Staudenzüchter und Gartenphilosoph Karl Foerster (1874 bis 1970). Im Jahr 1912 begann er im Garten seines Hauses mit der Anlage einer Schau- und Versuchsfläche für Stauden. Seit 1981 steht sie als „Karl-Foerster-Gedenkstätte“ unter Denkmalschutz.
    Friedrich Wilhelm III. und der russische Zar Alexander I. waren innige Freunde. Um dieser Freundschaft Ausdruck zu verleihen und den verstorbenen Zar zu ehren, ließ Friedrich 1826 die Russische Kolonie Alexandrowka erbauen. Die Gartenanlage der Alexandrowka wurde von Peter Joseph Lenné entworfen.
    Zwischen dem Heiligem See und dem Jungfernsee liegt unterhalb des Pfingstberges der Neue Garten Hier gibt es einige architektonische Schmuckstücke zu bestaunen: das Marmorpalais, die Orangerie, die Holländischen Etablissements, das Schindelhaus und die Gotische Bibliothek und natürlich das geschichtsträchtige Schloss Cecilienhof. Die 102 Hektar große Parkanlage wurde 1787 im Auftrag von Friedrich Wilhelm II. von Gärtner Johann August Eyserbeck angelegt.
    Die Glienicker Brücke liegt inmitten der maßgeblich von Lenné gestalteten Parklandschaft. Von hier geht der Blick zum Schloss und Park Babelsberg, der Heilandskirche von Sacrow und dem Schloss Glienicke.
    Am Nachmittag sind wir vom Rad aufs Schiff umgestiegen und sind durch den Tiefen See und den Teltow-Kanal über den Großen zum Kleinen Wannsee und zurück vorbei an der Pfaueninsel geschippert. Abendendessen gibt´s heute in einer Osteria.

  • Für den heutigen Sonnabend wurden sehr hohe Temperaturen angekündigt. Wir wollten aber dennoch nicht auf die geplante Radtour zum Kloster Lehnin verzichten. So ging es entlang des Fontane-Radwegs Richtung Westen. Leider wurde diese zunehemend sandig und so waren wir froh, endlich Lehnin zu erreichen. In der Nähe liegt auch Nahmitz. Dort haben Uwe und ich mit unserern Eltern Urlaub in Bungalows im Wald verbrach, unweit des Sees. Leider haben wir den genauen Platz nicht wiederfinden können, alles sahe anders aus als in unseren Erinnerungen. Also auf ins Standbad Nahmitz, wo wir den Nachmittag verbrachten. Wir hatten keine Lust auf Radfahren im Sand und so wählten wir eine andere Strecke über die die Inselstadt Werder. Wieder in Potsdam lud uns eine Bayerischer Biergarten ein.

  • Vor unserer Abreise bleibt noch Zeit für einen Abstecher zur Freundschaftsinsel. Sie liegt malerisch umgeben von den zwei Armen der Havel unweit vom Hauptbahnhof entfernt. Berühmt wurde sie durch die 1937 von Karl Foerster angelegten Schau- und Lehrgärten mit mehr als eintausend verschiedenen Stauden und rund 250 Schwertliliensorten im Wassergarten.