Bodensee Radtour 2020

  1. Tag: Individuelle Anreise nach Konstanz
    Nach der langen Anreise empfängt uns "Konschdanz" mit Bilderbuchwetter.
    Wir laden das Gepäck aus und checken im Hotel Halm ein, was Corona-bedingt ungewöhnlich lange dauert. Anschließend bringen wir das Auto auf den vorgebuchten Parkplatz und unternehmen auf unseren Rädern gleich noch eine Stadtrundfahrt. So gelingt ein schneller und bequemer Überblick über die historischen Altstadtgassen, die Niederburg und den Hafen.
    Trotz Cornoa herrschte in der Stadt ein sehr lebhaftes Treiben und es war gar nicht einfach, einen Tisch in einem Lokal zum Abendesssen zu finden.

  2. Tag: Konstanz – Friedrichshafen, Schifffahrt + ca. 50 km
    Wir gehörten am folgenden Morgen gleich zur ersten Frühstücksgruppe. Das Frühstück im maurischen Saal war sehr lecker und nach Abgabe der Koffer brachen wir auf. Leider müssen wir irgendwie den richtigen Einstieg verpasst haben und im den Waldabschnitt heftige Anstiege überwinden. Die angepeilte Fähre hatte bei unserer Ankunft in Wallhausen bereits abgelegt. Zeit für Radler-Radler. Per Schiff setzten wir dann eine Stunde später nach Überlingen über. Wir besichtigten zunächst den Bodenseereiter-Brunnen und genossen das mediterrane Flair entlang der Überlinger Seepromenade, bevor wir uns auf den Bodensee-Radweg begaben, der uns nach Meersburg führte. Hier steht die Meersburger Burg, die älteste bewohnte Burg Deutschlands.
    Wir flanieren ohne Rad auf der Mole entlang zur Magischen Säule, ebenfalls ein Werk des Bildhauers Peter Lenk.
    Anschließend radeln wir ziemlich flott entlang des Bodensee-Ufers, vorbei an der Basilika Birnau und vielen malerischen Plätzen nach Friedrichshafen. Unser Hotel ist einige km außerhalb und wir nutzen wieder die Räder zur Fahrt an die sehr weitläufige Uferpromenade. Spätestens ab 18 Uhr sollte man sein Restaurant gewählt haben, danach herrscht überall großer Andrang und man muss Schlange stehen. Wir genießene den Sonnenuntergang und radeln im Dunklen die 5 km zurück zum Hotel.

  3. Tag: Friedrichshafen – Lindau, ca. 30 km
    Da die heutige Tagesetappe kurz ist, haben wir Online-Tickets für das Zeppelin-Museum gebucht. Es beherbergt die weltweit größte Sammlung zur Historie der Zeppelin-Luftfahrt.
    Auf größtenteils flacher Strecke führt uns dann die Strecke in den östlichen Teil des Bodensees. Über einen Eisenbahndamm erreichen wir das Herz der Lindauer Altstadt. Auf einer Insel gelegen, begeistert das mittelalterliche Altstadtflair. Leider kann der einzige Leuchtturm Bayerns derzeit nicht bestiegen werden, gern hätten wir den Ausblick aus 33 m Höhe genossen.

  4. Tag: Lindau – Rorschach / Arbon, ca. 50 km
    Heute müssen wir uns auf eine der vielen Sehenswürdigkeiten beschränken, denn die heutige Strecke ist recht lang und wir überfahren 2 Grenzen. Im wenige Kilometer entfernten Bregenz würde eine Seilbahnfahrt auf den über 1000 Meter hohen Pfänder lohnen. Da die Fernsicht am Morgen nicht so gut ist, radeln wir weiter zur berühmten Seebühne. Wir waren begeistert von der See-Kulisse und Ich empfehle, dazu auch diese beiden Seiten zu besuchen:
    Leider konnten wir anschließend nicht weiter radeln, da Conny ihren Schlüssel vom Fahrrad verloren hatte! Schreckmoment und Panik! Gedanklich wurden alle Varianten durchgespielt, denn das Spezalschloß kann nicht so einfach geknackt werden. Glück im Unglück: Jemand hatte das Schlüsselband gefunden und an einen Zuschauerplatz gehängt!
    Auf der Strecke durch Österreich kam dann starker Gegenwind auf. Wir queren den (Alpen-)Rhein und den Alten Rhein. Er ist Teil des alten Flussbettes des Rheins der bei der Begradigung des Flusslaufs im Rahmen der Rheinregulierung abgetrennt wurde. Seither liegt die Schweizer Gemeinde Diepoldsau auf der „falschen“, eigentlich österreichischen östlichen Seite des Rheins.
    Wir besichtigen in der Schweiz das Hundertwasser-Haus in Altenrhein sowie das Würth-Museum in Rohrschach.
    In Arbon brauchen wir eine Zeit, unser Hotel Seegarten zu finden. Arbon hat eine 5500-jährige Geschichte, die Lage am See schätzten bereits die Römer.

  5. Tag: Rorschach – Konstanz, ca. 40 km
    Auf dem flachen und leicht zu radelnden Bodensee-Radweg geht es heute zurück in die Konzilstadt Konstanz.
    Unterwegs nehmen wir noch ein Bad im klaren Wasser des Bodensees, bevor es über Kreuzlingen zurück nach Konstanz geht, wo wir dank Voucher noch das Rosgartenmuseum besichtigen. Im Jahre 1870 gegründet, zeigt das Museum die Kunst- und Kulturgeschichte der Stadt. Mit einem abendlichen Bummel durch dies Stadt endet unsere diesjährige Radtour...

  6. Tag: Heimreise mit Zwischenstop
    Nach dem Frühstück radeln wir zum Parkplatz, verladen die Räder und fahren nach dem Checkout noch zum Rheinfall nach Schaffhausen, mit dem Rheinfall ein passender Abschluss der Urlaubswochen.


Wirklich interessante Links:

Verdi - Rigoletto - Trailer
Virtuelle Tour mit Röntgenblick auf die Seebühne

Und zum Vergleich ein anderer Reisebericht