Etappe 4

Carnia - Udine | 51 km

Heute lassen wir die Berge hinter uns und radeln durch landwirtschaftlich geprägte Ebenen. Teilweise begleitet uns der Wildfluss Tagliamente und oft durchqueren wir verschlafene Dörfchen. Leider ist die alte Bahntrasse noch nicht durchgehend als Radweg ausgebaut und so müssen wir bei Carnia auf die Staatsstraße SS 13 wechseln und dieser bis Gemona folgen. Das macht keinen Spaß, ständig von PKW und LKW überholt zu werden und umso mehr schätzt man den gut ausgebaute Radwege. In Venzone biegen wir kurz für eine Runde durch die Altstadt ab.
Venzone wurde am 6. Mai 1976 nahezu komplett zerstört, als um 20:59 Uhr ein Erdbeben 56 Sekunden lang Friaul erschütterte. Das Nachbeben am 15. September 1976 führte dann zur vollständigen Zerstörungder Altstadt, der Festungsmauern und des Doms.
Schon 1977 beschloss man, den Ort wieder zu errichten. Und so zeigt sich Venzone erneut im mittelalterlichen Flair als wäre nichts geschehen.
Wir radeln weiter, das heutige Etappenziel ist Udine. Udine… wie? Wo liegt denn das? Im Nordosten Italiens, in der Region Friaul-Julisch Venetien. Sie gilt als schönste venezianische Platz außerhalb von Venedig.
Wir haben nur den Nachmittag und schlendern durch die Innenstadt zur Piazza della Libertà, sehen die Loggia del Lionello, das Castello di Udine, die Chiesa di San Giacomo, die Casa Cavazzini, den Dom von Udine und gelangen zur die Piazza Giacomo Matteotti. Unser Abendessen genießen wir in der Osteria Alla Ghiacciaia am Kanal und probieren norditalienischen Speisen wie Frico.