Allstedt und Thomas Müntzer

Ein sehr interessanter Ausflug in den Landkreis Mansfeld-Südharznach nach Allstedt! (mit Video)


Mit ihrer mindestens 1400 Jahre alten Geschichte hat die Stadt Allstedt historisch, kulturell und aktuell viel zu bieten. Die Region war höchstwahrscheinlich bis zur ersten urkundlichen Erwähnung im 8. Jahrhundert stets Siedlungsort.

1523 zog Müntzer von Zwickau nach Allstedt und trat hier die Stelle als Pfarrer der St. Johannis-Kirche an. Obgleich Müntzer großen Einfluss auf die Bevölkerung Allstedts und Umgebung hatte und von der Stadt aus auch seine Schriften verbreitete, ging Allstedt lediglich mit einer Geldstrafe aus dem Bauernkrieg hervor.
1524 hielt der Reformator Thomas Müntzer, der kurz zuvor in der Allstedter St.-Johannis-Kirche eine Pfarrstelle angetreten hatte, vor Herzog Johann dem Beständigen und dessen Sohn seine berühmte Fürstenpredigt – ein bedeutendes reformationsgeschichtliches Ereignis, an das noch heute regelmäßig erinnert wird.

Weithin sichtbar ist die hoch über der Stadt gelegene beeindruckende Anlage von Schloss Allstedt. Ein spätromanischer Wohnturmstumpf von beachtlichen acht Metern Höhe ist aus dieser frühen Zeit noch erhalten. Die bis zu 3,50 Meter starkenWehrmauern der Kernburg mit ihren Schießscharten und Kugelschutzbohlen bilden ein einzigartiges Bauzeugnis der Wehrgeschichte im mitteldeutschen Raum.

Seit 2023 stand die gesamte Anlage von Schloss Allstedt in Verantwortung der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt. Angesichts des baulichen Zustands und des umfassenden Sanierungsbedarfs wurde das Schloss für den Besucherverkehr geschlossen und mit den ersten Sicherungsmaßnahmen begonnen.

Mit der Ausstellung „SEIN und SCHEIN. Thomas Müntzer“ sind ab 13. Juli 2025 wieder ausgewählte Bereiche der Kernburg von Schloss Allstedt für die Öffentlichkeit zugänglich. Parallel soll ein Kunstparcour Touristen anlocken.

Zur aktuellen Ausstellung auf Schloss Allstedt

Der Kunstparcours in Allstedt