Gofio - Santo Domingo de Garafía - Las Tricias

Zunächst waren wir in unserem kleinen Meracto, wo wir uns mit Lebensmitteln für die nächsten Tage eingedeckt haben. Anschließend Frühstück auf unserer Ost-Terrasse. Dabei haben wir uns für heute ein bislang unbekanntes Ziel vorgenommen: Die Mühle von Las Tricias.
Dort befindet sich auch der Ort, an dem man mehr über das wichtigste Grundnahrungsmittel der Kanaren erfährt
Das Museum für Gofio-Interpretation (MIGO) befindet sich in der alten Mühle Las Tricias. Die Anfahrt dorthin ist nicht ausgeschildert und führt über ziemlich schmale und krasse Straßen - für uns nur dank GPS zu finden.


Im Inneren des Museums kann man die ursprüngliche Struktur und die Maschinen der Mühle besichtigen und sehen, wie sie bis 1954 funktionierte. Besonders interessant waren all die Informationen über Gofio .
Gofio war und ist eines der wichtigsten Nahrungsmittel der kanarischen Ernährung und Teil der kanarischen Kultur. Es werden Informationen über den Produktionsprozess von der Aussaat bis zum Verzehr des Getreides, seine Bedeutung für die Ernährung und seine vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten in der lokalen Gastronomie gegeben.

Weiter ging es auf der hoch gelegenen Küstenstraße nach Santo Domingo de Garafía. Dies ist ein malerisches Dorf und bekannt für seine unberührte Natur und traditionelle Architektur. Wir wollten jedoch hinunter zum Puerto de Garafía.
Die Straße ist jedoch schmal, steil und kurvenreich, was sie für normale Pkw machbar, aber anspruchsvoll macht – besonders bei Gegenverkehr oder schlechtem Wetter. Weiter unten bietet bereits der Parkplatz fantastische Ausblick auf den Strand Bujarén, der im Sommer bei schwacher Brandung benutzt werden kann. Die vorgelagerten Felsen Roque de Santo Domingo, Roque de los Tabaibas, Roque del Guincho.

Wir steigen auf einem Pfad hinunter zum Meer, unterwegs trifft man auf Casitas (Hütten) von Einheimischen. die von Fischern oder von Palmeros am Wochenende genutzt werden.
Nach der ganzen Kletterei zwischen den Felsen unter ständiger Brandung bekommen wir allmählich Hunger und so fahren wir nach Las Tricias, einem ländliches Dorf fernab der Zivilisation. Es liegt auf einem Berghang zwischen Schluchten und ist umgeben von Mandelbäumen.
Wir gönnen uns auf der Terrasse mit Ausblick Espresso und frisch gepressten Saft, bevor wir zur Ferienwohnung zurückkehren. Am Abend wollten wir zum Restaurant gleich hier in La Punta. Doch leider ist wegen Winterpause geschlossen. Früher gab es hier handgeschriebene Speisekarten und alles war sehr inseltypisch. Inzwischen (2026) ist eine Pizzeria eingezogen. Also ging es zum Imbisswagen oben an der Straße, früher von einem älteren Herrn mit viel Hingabe geführt, alles sehr lecker. Aber auch hier gab es zwischenzeitlich einen Besitzerwechsel und uns jetzt hat das Essen überhaupt nicht geschmeckt. Keine Empfehlung mehr!