Kleine Ausfahrt in die stadtnahe Natur
Beim heutigen kleinen Radausflug ging es durch die Talstraße entlang der Saale und auf dem neu errichteten Gimritzer Damm zur Pferderennbahn. Dahinter beginnt die Saaleaue, wo man zunächst zur alten Kiesgrube gelangt, welche intensiv für den Bau von Halle-Neustadt genutzt wurde. 1971 kam der Schauspieler Peter Sindermann, Stiefsohn des DDR-Politikers Horst Sindermann, bei einem Flugzeugabsturz in der Saaleaue ums Leben.
Wenige Meter weiter trifft man auf ein Teilstück des sog. Elster-Saale-Kanals ('Kanal'). Die offizielle Bezeichnung lautet allerdings Saale-Leipzig Kanal. 1933 begann man dieses Projekt, dass allerdings 1943 wieder eingestellt wurde. Die Weiße Elster in Leipzig sollte mit der Saale bei Leuna verbunden werden, um somit Leipzig über die Elbe an das an norddeutsche Wasserstraßennetz und über Hamburg an die Nordsee anbinden sollte. In Halle exisiert nur ein kurzes geflutetes Teilstück davon, bei Leipzig existiert noch ein 11 km langes geflutetes Teilstück. Es gibt Pläne, parallel hierzu einen Radweg anzulegen.
Nach einem kurzen Fotostop ging es für uns weiter zu Rabeninsel, die heute über 2 Brücken erreichbar ist. Bis in die 1990er-Jahre verkehrte eine Fähre zum Böllberger Ufer, an die ich mich auch selbst noch erinnere. Auf diesem Weg erreichte man seinerzeit die auf der Insel befindlichen Gaststätten "Insel-Schlösschen" und "Kaffeegarten Kurzhals". Die hiervon vor Jahren noch vorhandenden Mauerreste wurden inzwischen vollständig beseitigt.
Nach einem kurzen Stop am Wehr ging es am Flusskilometer 95,8 über die Rabeninselbrücke, übrigens ein externes Projekt der Weltausstellung Expo 2000, zum Böllberger Weg.
Das frühere Trainingsgelände des HFC wurde inzwischen weitgehend bebaut, wie man auf den Fotos aus der Inselblickstraße sehen kann.
Auf dem weiteren Heimweg galt es noch, zwei Absperrgitter unter der neuen Elisabeth-Brücke zu übewinden - und dies samt Fahrrad. Über Saline-Halbinsel mit Jungfernwiese und im weiteren Verlauf noch Würfel- und Ziegelwiese ging es schließlich wieder nach Hause, allerdings nicht ohne ein Zimt-Eis bei Vito zu verzehren. ;-))
































